Falken im Petrikirchenturm

Seit Jahren sind Harry, der Küster der Petrikirche und ich, Hendrik im Gespräch, dass es für die Falken im Petrikirchenturm eine Webcam geben müsse. Wir haben die Zeit im Lockdown Anfang 2021 genutzt. Hier eine Chronik:

25.02.2021
Der Livestream ist online! Ab jetzt kann jeder das Geschehen im und knapp vor dem Falkenkasten live verfolgen.

22.02.2021
Wir können einen Luftkampf beobachten. Wer genau hinsieht erkennt wie das Falkenweibchen in der Luft wendet um rückwärts fliegend die Dohle abzuwehren.

21.02.2021
Da wird sich Beute mal geteilt.

20.02.2021
Heute sind die Falken sehr aktiv. Das Wetter ist klasse.

13.02.2021
 Die beiden Falken sind täglich da. Mittlerweile fliegt auch das Weibchen den Turm alleine an. Die Falken kommen, klären die Lage, bleiben eine Weile und fliegen dann wieder weiter. Über Nacht ist weiterhin Ruhe. Aktivitäten gibt es zwischen 8 und 17 Uhr.

12.02.2021
Ruhig ist es. Die Falken lassen sich auch bei Schnee blicken, aber man merkt schon, dass das kalte Wetter den Flugverkehr verringert.

05.02.2021
Heute kommen die Falken schon sehr früh. Man sieht sie das erste mal bei Infrarotbeleuchtung. Später entdeckt das Männchen die Kamera. Vielleicht spiegelt es sich.

04.02.2021
Wir haben einen neuen Blick in den Kasten. Die Technik funktioniert wunderbar! Unsere Falken zoffen sich ein wenig mit einer Dohle. Sonst gibt es keine Vorkommnisse.

03.02.2021
Die neuen Kameras sind Gestern angekommen, die neuen Objektive heute. Ich ersetze die werkseits verbauten 4mm Objektive gegen 2.8mm. Diese scheinen schon minimal zu weit für das Kameragehäuse zu sein, aber das nehmen wir hin. Harry und ich fokussieren die Kameras neu und verbauen sie direkt im Turm. Solche Arbeiten machen wir nur noch zu später Stunde denn die Falken bleiben noch nicht über Nacht. 22:30  Uhr: Wir richten noch die Software ein, dann ist Feierabend.
Bei den Falken gab es heute keine Auffälligkeiten.

02.02.2021
Die letzten Tage sind die Falken immer wieder da. Meistens für etwa eine halbe Stunde. Sie beobachten die Umgebung und fliegen dann wieder weg. Heute jedoch lassen sich beide Vögel auch bei Regen längere Zeit betrachten. Auch ein Paarungsversuch auf dem Petrikirchendach ist zu erkennen.

01.02.2021:
Es stellt sich heraus, dass die bislang verwendeten Kameras für eine dauerhafte Dokumentation doch ungeeignet sind. Wir beginnen die Technik noch einmal umzurüsten.

30.01.2021:
Zwei Tage lang ist nichts passiert, aber heute sind die beiden wieder da. Vermutlich war es einfach zu verregnet.

27.01.2021:
Das Falkenpaar besucht kurz den Kasten und fliegt zügig weiter. Am späten Nachmittag richten Harry und Hendrik die zweite Kamera neu aus.

26.01.2021:
Keine Aktivitäten der Vögel. Hannah und Hendrik nutzen die Chance und besteigen den Kirchturm bis in die Spitze. Dies hat zwar nichts mit den Falken zu tun, jedoch wäre es ohne diese vermutlich nicht dazu gekommen. Wieder entstehen tolle Bilder.

25.01.2021:
Das Weibchen sitzt 45 Minuten vor dem Nest. Es wird dabei von zwei Elstern aus einem benachbarten Nest belagert. Das Männchen ist nicht zu sehen.

24.01.2021:
Das Männchen fliegt den Kasten an und wird kurz vom Weibchen besucht. Dies wiederholt sich nach einiger Zeit. Weil das Weibchen sich nicht dauerhaft im Kasten aufhalten will wächst die Sorge, dass es sich an der Innenbeleuchtung stört. Hendrik schaltet also zeitnah die Innenbeleuchtung aus und informiert sich wie man diese angemessen umgestalten könne. Erst später stellt sich heraus, dass das Weibchen das Männchen bei der Nestwache abgelöst hatte. Offensichtlich gab es doch keine Unannehmlichkeiten mit der Innenbeleuchtung.

22.01.2021:
Auch heute fliegt das Männchen den Kasten an. Es entsteht ein tolles Foto. Matthias startet einen weiteren Teststream.

21.01.2021:
Wieder fliegt das Männchen an.

20.01.2021:
Harry und Hendrik richten die zweite Kamera aus.

19.01.2021:
Matthias richtet den ersten Teststream ein.

17.01.2021:
Nachts schneit es. Der Wind treibt den Schnee in den Nistkasten.

16.01.2021:
Bis 12 Uhr gibt es schon vier Anflüge.

15.01.2021:
Wieder fliegt das Falkenmännchen den Kasten an. Das Weibchen ist nicht zu sehen.

14.01.2021:
Wieder fliegt das Falkenmännchen den Kasten an und verlässt es bald wieder. Eine Stunde später kehrt das Männchen mit einer Maus zurück und schafft es ein Weibchen in den Kasten zu locken. Matthias kommt ins Spiel und bietet an einen Livestream zu installieren.

13.01.2021:
Morgens gegen 9 Uhr fliegt ein Falkenmännchen den Kasten an. Die Kamera macht super Bilder! Da sind wir gerade noch rechtzeitig fertig geworden! Nun gibt es im Glockenstuhl einen Switch um mehr als eine Kamera betreiben zu können.

12.01.2021:
Das LAN Kabel ist auf allen Etagen angeschlossen und auch die Beleuchtung funktioniert. Das Schlupfloch in den Glockenstuhl ist verschossen und eine zweite Kamera ist in der Testphase.

11.01.2021:
Arthur hat Zeit uns zu helfen. Hendrik, Arthur und Harry ziehen das Netzwerkkabel vom Turm bis unter die Empore im Mittelschiff.

10.01.2021:
Hannah und Hendrik ziehen die ersten Meter Netzwerkkabel. Zum Glück hat sich niemand beschwert, dass wir sonntags bohren 😉 Zuvor hat Hendrik noch Maß genommen um die Ecke an der der Jungvogel und Eier in den Glockenstuhl gelangen konnten zu verschließen. Ebenso muss eine Beleuchtung des Innenraums her um die Bildqualität zu verbessern.

09.01.2021:
Die Kamera ist angepasst. Um Bilder zu bekommen verwenden wir erst einmal einen LTE-Router on-the-fly. Das erste Bild ist da!

08.01.2021:
Der Kasten ist angefertigt und das Einflugloch wieder auf. Nun ist noch schnell die Kamera anzupassen.

07.01.2021:
Hendrik zerlegt den Falkenkasten, nimmt Maß und beginnt direkt mit dem Neubau. Das Einflugloch ist nun geschlossen und muss schnellstmöglich wieder geöffnet werden. Wir wollen uns keine Chance vertun. Auch das neue Netzwerkkabel ist angekommen.

06.01.2021:
Die Kamera ist da. Mit Hilfe eines Kartons gibt es die ersten Testläufe für Fokussierung und Netzwerkverbindung. Um eine dauerhaft stabile Netzwerkverbindung sicherstellen zu können muss im Kirchturm ein neues Kabel verlegt werden.

04.01.2021:
Hendrik bestellt die erste Kamera. Wenn nicht jetzt wann dann? Ein Virus fesselt uns ans Haus, aber das birgt auch Chancen! Harry und Hendrik steigen auf den Turm und gucken sich den Falkenkasten noch einmal an. Die ersten Maße werden genommen.

Zwei Falkeneier welche wir am 04.01. im Turm gefunden haben

02.01.2021:
Harry und Hendrik schmieden Pläne und durchsuchen das Internet nach Informationen. Gefunden! Alexander Fuhr liefert mit seiner Website „www.nistkasten-livestream.de“die notwendigen Hinweise!

2020 zwischen den Jahren:
Der Lockdown sitzt. Harry erwähnt beiläufig man müsse 2021 endlich mal eine Kamera in den Falkenkasten integrieren.

2020:
Wieder sind die Falken da und legen drei Eier. Im Mai fällt auf, dass eine Krähe, offensichtlich durch Kampf angeschlagen, über den Kirchplatz läuft. Sie hält sich tagelang dort auf und fliegt maximal 1,5 Meter. Wir vermuten sie hatte sich mit den Falken angelegt. Später findet Sascha die Krähe ersoffen in einem Speisfass hinter der Kirche. Zu dieser Zeit fliegen die Falken den Nistplatz noch an. Da die Falken später das Nest nicht mehr aufsuchen sieht Harry Ende Juli nach. Er findet ein geräubertes Ei und zwei Eier die in den Glockenstuhl gefallen sind.

2019:
Auch dieses Jahr sind die Falken wieder da. Diesmal kommen sie im April, brüten und haben abermals drei Junge. Am 24.06.2019 fällt ein Jungvogel aus dem Nest. Der Vogel ist sehr agil, nicht scheu, aber nur bedingt flugfähig. Viele Fotos entstehen an diesem Tag und auch die WAZ berichtet (https://www.waz.de/staedte/muelheim/junger-falke-faellt-aus-dem-nest-und-huepft-durch-muelheim-id226285203.html). Dieses Jahr ist sehr heiß und trocken. Die Sorge wächst der Vogel könne es nicht mehr zurück ins Nest schaffen, also benachrichtigt Harry den NABU. Von dieser Seite gibt es Tipps und Entwarnung und tatsächlich schafft es der Jungvogel am nächsten Tag schon auf das Kirchendach. Von dieser Stelle wird er am folgenden Tag von den anderen Vögeln aufgegriffen und wieder ins Nest geholt. – Eine Kamera im Nest gibt es aber leider immer noch nicht.

2018:
Im März fliegen die Falken den Nistplatz wieder an und brüten. Dieses Jahr sind wieder drei Jungvögel zu beobachten.

2017:
Auch dieses Jahr brüten die Falken wieder. Leider schafft es im Mai diesen Jahres ein Jungfalke aus dem Nest in den Glockenstuhl zu gelangen. Den Rückweg findet er aber nicht und verstirbt. Weitere Eier werden nicht zu Ende ausgebrütet. Auch wird der Nistplatz nicht mehr angeflogen. Im Dezember inspizieren Harry und Hendrik den Falkenkasten, finden den toten Falken und zwei verbliebene Eier. Daraufhin reinigt Harry den Kasten und befüllt ihn mit Buchenspänen um einen sauberen Nistplatz zu schaffen. Die Idee der Kamera ist nicht vergessen, aber keiner hat Zeit oder genug Hintergrundwissen die Idee umzusetzen.

2016:
Auch in diesem Frühjahr sind die Falken wieder eingezogen. Wieder gibt es drei Jungfalken. Diesmal wurde von einem Vogelfotograf auch dokumentiert. Während dessen geht auch der Bau des Petrikirchenhauses weiter.

2015:
Falken sind anwesend. Auch gebrütet wird! Es gibt drei Jungfalken.
Während dessen geht auch der Bau des Petrikirchenhauses weiter. Harry erwähnt das erste mal den Gedanken eine Webcam in den Falkenkasten einbauen zu wollen.

2014:
Falken sind anwesend. Brutaktivitäten sind aber nicht zu erkennen. Der Bau des Petrikirchenhauses nimmt Form an. Fundamente und Grundmauern werden errichtet. Auch der Baukran steht schon.
Die WAZ berichtet: https://www.waz.de/staedte/muelheim/turmfalken-brueten-auf-muelheimer-kirchenhuegel-id9238615.html

2013:
Falken sind anwesend. Brutaktivitäten sind aber nicht zu erkennen. In diesen Jahr beginnt der Bau des Petrikirchenhauses.

2012:
Falken haben den Kasten neu entdeckt. Brutaktivitäten sind aber nicht zu erkennen.

2011:
keine weiteren Aktivitäten

2010:
keine weiteren Aktivitäten

2009:
Harry ist neugierig und entfernt den Stein vor dem Einflugloch.

2008:
keine weiteren Aktivitäten

2007:
Im Oktober beginnt Harry seine Küsterarbeit an der Petrikirche. Als er sich den Falkenkasten ansieht stellt er fest, dass zuvor jemand einen Stein vor das Einflugloch gelegt hatte.